| Samenvatting: | Der türkische Soziologe Ismail Besik‡i, ein ausgewiesener Experte zur Kurdenfrage, beschreibt in diesem Buch, wie es zu der Kolonisierung Kurdistans kam und wie im Verlaufe des 20. Jahrhunderts von den imperialistischen Grossm„chten die Teile-und-herrsche-Politik gegen das kurdische Volk durchgesetzt wurde. Dabei sei Kurdistan eigentlich noch nicht einmal als eine Kolonie zu bezeichnen, denn im Gegensatz zu den Kolonialm„chten beschr„nkten sich die Staaten, die die Kurden unterdrücken, nicht auf die Ausplünderung der Rohstoffe oder die Durchsetzung ihrer Marktinteressen; vielmehr versuchten und versuchen sie sich in der Liquidierung der Kurdischen Identit„t. Hierin nehme die Türkei eine Vorreiterrolle ein. Eine wesentliche Ursache für die Möglichkeit der Kurdistan beherrschenden Staaten, eine solche Politik zu vollführen, sieht Besik‡i in der spezifischen sozialen Struktur dieses Landes; es ist in vielen Teilen nach wie vor autorit„r-hierarchisch gegliedert und wird beherrscht von den Grossgrundbesitzern, den Agas. Diese waren in der Regel bereit, mit den ‘Ordnungsm„chten’ der Region ein Bündnis einzugehen. Daher kann die nationale Frage der Kurden nur im Kampf gegen die bestehende Klassenstruktur der Kurdischen Gesellschaft gelöst werden.  |